Digitalisierung nutzen
Partizipation erreichen
Bildung gestalten
© Chris Dohrmann

Die GEBF 2020 wird abgesagt.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GEBF 2020,

um es kurz und schmerzvoll zu machen: Nach intensiver Diskussion haben wir heute beschlossen, die GEBF 2020 abzusagen. 

Grundlage unserer Entscheidung waren die derzeitigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Durchführung von Großveranstaltungen sowie der DFG.

Was unter „normalen“ Umständen ein Qualitätsmerkmal wissenschaftlicher Tagungen ist, wird in Zeiten des Coronavirus leider zu einem erhöhten Risiko: Wir haben mehr als 1000 Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet, unser dichtes Programm in Hörsälen und Seminarräumen geht über mehrere Tage, wir netzwerken auf den Fluren, in Mensen und Cafeterien und treffen uns auf einem tanzintensiven Gesellschaftsabend. 

Wenngleich wir einige Elemente wie den Gesellschaftsabend hätten streichen können, so trifft dies nicht auf Interaktionen und Gespräche zu. Die GEBF Tagung lebt von der aktiven Partizipation und dem Austausch vor Ort.

Zudem sind aufgrund der dynamischen Entwicklung zu viele Faktoren unkalkulierbar geworden: Einige Hochschulen gehen bereits jetzt sehr restriktiv mit Dienstreisen um, so dass für einen Teil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Teilnahme nicht möglich ist. Sollten die Behörden vor Ort weitere präventive Arbeitsschutzmaßnahmen anordnen, so beträfe dies auch die studentischen Hilfskräfte und alleweiteren Tagungshelfer. Eine erfolgreiche Begleitung der GEBF Tagung wäre somit nicht gesichert.

Die Tagungsleitung und der GEBF Vorstand haben daher beschlossen, die GEBF 2020 abzusagen. Inwiefern eine Verschiebung an der Universität Potsdam auf einen späteren Zeitpunkt möglich ist, ist derzeit offen.

Auch wenn sich in den letzten Tagen Absagen häufen, so stellt diese Situation für die meisten Fachgesellschaften ein Novum dar. Der GEBF Vorstand wird sich in den nächsten Tagen an die Mitglieder wenden, um weitere Schritte (u. a. Termin für die Mitgliederversammlung) zu besprechen. Um das Potsdamer Team in dieser Situation zu entlasten, bittet der GEBF-Vorstand darum, mit Anfragen zur Rückerstattung der Kosten zunächst zu warten, damit wir alle organisatorischen und rechtlichen Belange sorgfältig prüfen können. Weitere Informationen werden folgen. 

 

Mit sehr traurigen Grüßen,

Nadine Spörer, Antje Ehlert, Ulrich Kortenkamp und Andreas Borowski im Namen aller Potsdamer Organisatoren sowie Mareike Kunter im Namen des Vorstands der GEBF

Herzlich Willkommen bei der  an der Universität Potsdam


Bildung ist nicht nur das höchste Gut unserer Gesellschaft, sondern sie befähigt auch Menschen, aktiv an dieser Gesellschaft zu partizipieren und gibt ihnen die Möglichkeit, das eigene Potenzial zu entfalten. Bildungsprozesse verorten sich in sämtlichen Alters- und Inhaltsbereichen, unterschiedlichen Kontexten und Institutionen. Insbesondere die staatlichen Institutionen in Form der Kindergärten, Schulen und Hochschulen tragen dabei über einen expliziten Bildungsauftrag maßgeblich zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei. Aus diesem Grund ist es wichtig, Bildungsangebote vielfältig zu gestalten, damit Partizipation für den einzelnen Menschen ermöglicht wird. In Zeiten der digitalen Transformation aller Bereiche unserer Gesellschaft erfährt der Bildungsbegriff eine Erweiterung um eine digitale Komponente. Hierbei gilt es, das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen. Die GEBF 2020 an der Universität Potsdam greift dies mit ihrem Motto auf:

Bildung gestalten - Partizipation erreichen - Digitalisierung nutzen

Bildung gestalten. Die Gestaltung von Bildungsangeboten kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Während aus der Perspektive des Einzelnen relevant ist, welche Voraussetzungen notwendig sind, um die individuelle Bildung erfolgreich zu gestalten, fokussiert die Perspektive der Akteure, welche Arten der Bildungsgestaltung Lernprozesse unterstützen und welche Wirkmechanismen damit verbunden sind.

Partizipation erreichen. Wenngleich vor dem Hintergrund heterogener Lerngemeinschaften Bildungsprozesse ganz unterschiedlich verlaufen, so sollten Bildungsangebote individuelle Potenziale von Lernenden adressieren, um eine aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen zu ermöglichen. Ein zentrales Ziel ist zugleich, Bildungsangebote so zu gestalten, dass Bildungsungerechtigkeiten entgegengewirkt wird.

Digitalisierung nutzen. Damit sich unsere Bildungsgesellschaft weiter entwickeln und den heutigen Anforderungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft begegnen kann, gilt es Potenziale der Digitalisierung zu analysieren und in Bildungsangebote zu implementieren. So lässt sich im Idealfall mittels Digitalisierung nicht nur Bildung gestalten, sondern auch Partizipation erreichen. Der Einsatz digitaler Medien und dessen Wirkung in den verschiedenen Alters- und Inhaltsbereichen, aber auch in unterschiedlichen Kontexten und Institutionen, ist mit dem Blick auf Bildungs- und Partizipationsprozesse zu beleuchten.

Willkommen sind Beiträge aus verschiedenen Disziplinen, wie der Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Fachdidaktik, aber auch weiteren Forschungsfeldern mit bildungswissenschaftlicher Relevanz, die sich inhaltlich oder methodisch auf innovative Art und Weise mit dem Motto der Tagung auseinandersetzen. Der Einreichungszeitraum für Beiträge beginnt am 15. Juli und endet am 30. September 2019 15. Oktober 2019

Wir freuen uns, Sie in Potsdam begrüßen zu dürfen, 
Antje Ehlert, Nadine Spörer, Andreas Borowski und Ulrich Kortenkamp